Der Scolopendra oder Skolopender (Thailand Hundertfüsser oder auch Tausenfüßler) gehört zu den giftigsten Vertretern der Gliederfüßler Spezies. Das hochbewegliche Krabbeltier kann in Thailand beachtliche Größen erreichen. Er liebt Feuchtigkeit und Schatten und legt Distanzen recht flink zurück. Thais nennen das Tier „Takrab“ (sprich: Tah Krahp) und geben ihm nur wenig Überlebenschancen bei Sichtung. Das Gift injiziert das Tier mit speziellen Giftstacheln im vorderen Körperbereich, es kann bis zu 20 cm lang werden.
Einigen wir uns zunächst auf den Hundertfüßer in Thailand. Der rote Riese ist schon weitgehend unter Asienreisende bekannt und viele wissen, dass ein Biss des Scolopendromorpha extrem schmerzhaft bis sogar tödlich sein kann. Aber jetzt bitte keine Panik bekommen, wir schauen uns den Riesenläufer einmal genauer an und überprüfen die Fakten sowie Möglichkeiten der Risikominimierung. Gleich vorab: Die meisten Thailand-Urlauber laufen dem Vieh gar nicht erst über den Weg! Aber die schlimmsten Meldungen aus dem Netz zuerst, dann haben Sie das hinter sich.
Die Tiere verkriechen sich meist in Felsritzen und unter morastigen Laub. Also nicht unbedingt an Orten, die frequentiert sind. Bitte schulen Sie unbedingt Ihre Kinder auf diese giftigen Krabbler. Sensibilisieren Sie die Kleinen.
Hundertfüßer sind räuberisch und ernähren sich von wirbellosen Bodentieren wie Regenwürmern und Landinsekten. Alle Tausendfüßler sind terrestrisch, benötigen jedoch feuchte Mikrohabitate. Die Befruchtung erfolgt intern, wobei Spermatophore auf ähnliche Weise wie bei vielen Spinnentieren übertragen wird. Hundertfüßer legen Eier, die bei einigen Arten vom Weibchen sorgfältig gebrütet werden. Wenn sie schlüpfen, ähneln die Jungen kleinen Erwachsenen.
Hundertfüßer sind eine vielfältige Gruppe, die etwa 20 Familien und über 2500 Arten umfasst. Die meisten sind klein, aber einige erreichen eine Länge von bis zu 10 Zoll (25,4 Zentimeter).
Viele Arten von Tausendfüßlern haben keine Augen, aber einige besitzen eine variable Anzahl von Ocellen, die manchmal zu echten Facettenaugen gruppiert sind. Diese Augen sind jedoch nur in der Lage, hell und dunkel zu unterscheiden und haben kein wahres Sehvermögen. Bei einigen Arten fungiert das erste Beinpaar am Kopfende des Tausendfüßlers als Sinnesorgane ähnlich den Fühlern, aber im Gegensatz zu den Fühlern der meisten anderen Tiere zeigen ihre nach hinten. Ungewöhnliche Sinnesorgane, die in einigen Gruppen vorkommen, sind die Organe von Tömösváry. Diese befinden sich an der Basis der Antennen und bestehen aus einer scheibenförmigen Struktur mit einer zentralen Pore, die von Sinneszellen umgeben ist. Sie werden wahrscheinlich zum Erfassen von Vibrationen verwendet und können sogar einen Hörsinn vermitteln.
