Auswandern nach Thailand: Der ehrliche Kosten- und Realitäts-Check für Nicht-Rentner
Du hast dein Leben noch vor dir oder stehst mitten drin? Du bist allein oder hast Kinder und
Partner? Du bist weder Rentner noch reicher Erbling? Dann fein aufgepasst und sorgfältig
lesen. Hier gibt´s jetzt ein paar Entscheidungshilfen und Überlebenstipps für das Auswandern
Thailand.
Wobei, allein schon die Begriffe Auswandern und Aussteigen, die sind so gestrig! Man sieht
Hans im Glück förmlich vor sich, mit einem Beutel am Stock, fröhlich vor sich hin pfeifend. Auch ein Ausstieg erfolgt heute eher aus einem Zug in Fahrtrichtung links als einfach so aus einer
Lebenssituation. Sei´s drum, stellen wir uns vor, du hast beschlossen, dass dein Lebensmittelpunkt zukünftig in Thailand sein soll. Auf gut Glück werden das nur Frohnaturen mit ausgeprägtem Gottvertrauen wagen.
Die Zeiten sind vorbei. Im Normalfall geht nichts über eine angemessene Vorbereitung
sowie über ein solides Grundwissen darüber, was einen im fernen Land möglicherweise erwartet.
Warum nach Thailand auswandern?
Das sind eigentlich zwei Fragen. Warum Auswandern? Und warum grade Thailand? Wer eine Liebste, einen Liebsten in Thailand hat und Thailand als zukünftige Heimat ausdiskutiert oder ausgelost hat, der
ist fein raus und kommt um eine Antwort herum. Ebenso jeder beruflich Berufene. Für den Rest bewegen sich die Hauptgründe für den Wunsch auszuwandern, irgendwo zwischen: Das Mein Leben in Deutschland ist sehr beliebt. Land Dahinter liegt in Auswandern. Mitten in der Nacht gibt es viele Orte in Thailand zu besuchen. Es lohnt sich, wenn Fluchtgedanken überwiegen! Es gibt viele Probleme in der Welt der Kunst. Sowohl deine eigene Kunst als auch deine eigene Kunst. Es gibt Probleme in der Welt, also gibt es Probleme. In den letzten Jahren hatte Thailand ein sehr großes Budget und ein sehr kleines Budget in der Hand. Es gibt viele Möglichkeiten, mehr über Motive zu erfahren, deshalb musst du es selbst tun. In Zukunft wird es viele Möglichkeiten geben, die wir mit dir teilen können, damit du den Spaß der Zukunft genießen kannst. Wenn du ein neues Flugzeug kaufen möchtest, wie kannst du ein neues Flugzeug oder Flugzeug planen? Mitten in der Anmerkung gibt es viele Orte in Thailand zu besuchen. Aus Günden!
Arbeiten in Thailand
Solltest du von einer Firma nach Thailand berufen worden sein, dann ist das eine perfekte Ausgangslage. Die meisten Formalitäten, wie Visum, Arbeitserlaubnis, Kontoeröffnung, Krankenversicherung bis hin zur Wohnung werden in der Regel von der Firma erledigt. Möchtest du als Angestellte Fachkraft in Thailand arbeiten, bewirb dich auf jeden Fall von Deutschland aus! Die Vorteile sind unschlagbar!
Für alle anderen gibt es noch weitere Möglichkeiten, sein Geld in Thailand zu verdienen:
1. Eine Anstellung in einem Betrieb, in einer Firma
Das ist schwierig bis unmöglich. In Thailand kannst du nicht einfach als Taxifahrerin, Kellner oder Automechaniker arbeiten. Als Ausländer darfst du keinen Job annehmen, den nicht auch ein Thai übernehmen könnte. Da bleibt außerhalb von Lehrberufen und Dolmetscherarbeiten wenig übrig.
Als gesuchte Fachkraft hast du gut Chancen, solltest dich aber, wie oben erwähnt, am besten noch von Deutschland aus in Thailand bewerben. Natürlich kannst du das auch vor Ort in Thailand tun, doch dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Arbeitgeber um alle Formalitäten kümmert, gering. Schließlich bist du ja schon da. Und auch die Lohnverhandlungen könnten in diesem Fall auf einem niedrigeren Niveau beginnen.
2. Lehrberuf an Schulen, Sprachschulen und Universitäten
Sprachen lehren, auch das gestaltet sich inzwischen schwieriger als einige Jahrzehnte zuvor. Heute strömen Backpacker und jungen Ausländer aus aller Welt nach Thailand, verdienen sich so gerne ein paar Baht und verderben die Preise.
Gesucht werden in erster Linie Native Speaker und es geht dabei fast immer nur um Englisch. Da müssen wir Deutsche, selbst wenn wir fließend Englisch sprechen, ganz hinten anstehen. Deutschunterricht wird nicht allzu häufig nachgefragt. Wenn, dann an privaten Schulen und Sprachschulen.
Die Bezahlung als normaler Lehrer liegt mit rund 17.000 THB (knapp 500 Euro) unter dem monatlichen Thai Durchschnittsgehalt von 50.000 THB. Anders sieht das an den Universitäten aus, doch da benötigst du den Nachweis eines Studiums und eine entsprechende Ausbildung im Lehrberuf.
3. Mach dich doch Selbstständig
Sehr beliebt sind kleine Restaurants, Bars und Pensionen oder Resorts. Je nach Anfangskapital und Einsatzbereitschaft. Auch Tauch-, Yoga- und Meditationskurse werden gerne von Ausländern aus dem Westen angeboten! Oder Spezialitäten aus der Heimat! Da tummeln sich bereits einige Platzhirsche in Thailand, vom Wurstwast bis zur Bäckerbärbel, da gibt's den Schnitzelrudi und den Käsekees. Sie alle verschicken ihre heimischen Spezialitäten in jeden Winkel Thailands. Finde deine Nische!
Ja, Ideen kann man viele haben und alles sieht hier so mühelos und unkompliziert aus. Doch lass dich nicht täuschen! Viele ausländische Cafés und Tauchbases, die dir in den Urlaubsregionen begegnen, bewegen sich rechtlich in einer Grauzone oder sind schlichtweg illegal. Einfach mal so eine Bar eröffnet, mit ein, zwei Strohmännern aus der Nachbarschaft und los geht's. Solange es gut geht. Die Nerven musst du erst mal haben. Besser ist der aufwändige, aber solide Weg durch die Bürokratie, die es auch in Thailand zur Genüge gibt.
Einige allgemeine Fakten: Du brauchst immer thailändische Teilhaber, dein Geschäft wird dir immer nur zu 49 Prozent gehören und für jeden Ausländer, der in deinem Geschäft arbeitet, plane vier Thai Angestellte mit ein. Formal gründest du eine thailändische Limited Company mit thailändischen Teilhabern, benötigst eine Arbeitserlaubnis sowie einen Kapitalnachweis (2 Mio. THB). Informiere dich im Vorfeld auf jeden Fall aktuell und gründlich, bevor du in Thailand frisch ans Werk gehst.
4. Freelancer, Digital Nomade
Klar, das liegt ja wohl auf der Hand und voll im Trend! Arbeiten als Influencer, als Schreiberling, Web-Designer, App-Entwickler, kurz, das Remote-Arbeiten. Nie war das so einfach wie heute, arbeiten wo und wann es gefällt. In Hot Spots wie Chiang Mai, Bangkok, Koh Phangan wimmelt es nur so von jungen und mittelalten Menschen, die in Cafés und Open Work Spaces ihre Finger über die Tasten fliegen lassen.
Spielverderber Modus an: All das zählt als Arbeiten, auch wenn du IN Thailand kein Geld damit verdienst. Folglich brauchst du eine Arbeitsgenehmigung (work permit) dafür.
Spielverderber Modus aus: Wer nicht groß auffällt mit öffentlicher Akquise und aufdringlichen Kursangeboten, geht ein einigermaßen geringes Risiko ein kontrolliert und bestraft zu werden.
Thailand erkennt diesen Trend und hat einige Visas im Angebot, die sich speziell an Remote Worker richtet (Long-Term Resident (LTR) Visa und das SMART Visa. Allerdings sind die monetären Voraussetzungen dafür recht hoch und dürften für die meisten der von der Hand in den Mund lebenden Remote Worker nicht zu erfüllen sein.
Was kostet das Leben in Thailand?
Eine Frage, die oft gestellt wird und die Antwort hängt maßgeblich von deinen Ansprüchen ab. Trotzdem seien hier ein paar Hausnummern genannt, damit du dir ein ungefähres Bild machen kannst, was auf jeden Fall auf dich zukommen wird.
Visum & Nachweise
Wenn du deinen Hauptwohnsitz nach Thailand verlagern willst, musst du dich vorab um ein entsprechendes Visum kümmern. Dazu kannst du dich jeweils aktuell auf den Seiten der Thailändischen Botschaft schlau machen. Wenn du länger als ein paar Wochen in Thailand bleiben möchtest, musst du nachweisen, dass du auch zahlungskräftig genug bist. Mindestens erwartet man von dir, das du monatlich 1.300 Euro (bei Arbeitserlaubnis) oder aber 1.650 Euro monatlich ("Renten" Visum ab 50 Jahre) nachweisen kannst oder einen entsprechenden festen Betrag auf einem Thai Konto, je nach Visum.
Krankenversicherung
Du benötigst eine Krankenversicherung und zwar am besten eine internationale Krankenversicherung. Sie sollte ohne Murren auch für Behandlungen in den renommierten privaten Krankenhäusern aufkommen. Je nach Alter und abgedeckten Leistungen sind das im Jahr 1.000 bis 5.000 Euro.
Wohnen
Wohnen lässt sich hier im Vergleich zu Deutschland noch recht günstig. Kommt natürlich auf deine Ansprüche an. Vermietet wird in der Regel mit Möbel, was das Ganze angenehm unkompliziert macht. Du brauchst dich nur noch entscheiden, ob du lieber etwas weiter draußen in einem Haus mit Garten oder in eine Wohnung in einem Condo in der Stadt beziehen möchtest. Beides ist schon ab 7.000 THB zu mieten und im mittleren Standard bist du mit 10.000 bis 15.000 THB ganz gut. Auch in Thailand spielt die Lage eine große Rolle. Doch wenn du etwas Zeit zum Suchen hast, wirst du keine Schwierigkeiten haben etwas zu finden, was deinen Ansprüchen und deinem Geldbeutel gerecht wird. Das ist hier zumindest wesentlich einfacher als in Deutschland.
Auto, Moped und andere Must Haves
Wer ein Auto oder Moped lediglich benötigt um von A nach B zu kommen, der kann sich dies recht preisgünstig ermöglichen. Auch Steuern, Versicherung, Sprit oder Strom sind in Thailand vergleichsweise günstig.
Grundsätzlich gilt für alle Produkte, die du in Thailand kaufst, vom Auto bis zur Gurke, von der Waschmaschine bis zum Lippenstift: Sobald das Produkt aus dem Ausland nach Thailand eingeführt wird ist es genauso teuer wie in Deutschland, oft sogar teurer.
Fährst du also einen gebrauchten Toyota, kaufst dein Gemüse auf einen der unzähligen Märkte, liebst Nudelsuppen und Reisgerichte, dann wirst du zum Leben weniger Geld benötigen als in Deutschland. Fährst du jedoch einen flotten Smart, trinkst gerne Wein, dazu einen guten Käse und die Thai Küche magst du nur in Ausnahmefällen? Dann ist dein Leben hier genauso teuer wie in Deutschland, wenn nicht sogar teurer.
Wohin in Thailand?
Wahrscheinlich wirst du dich bereits in irgendeinen Landstrich in Thailand verknallt haben, richtig? Nur die wenigsten kommen auf die Idee in ein Land auszuwandern, welches sie nicht kennen. Es sei denn irgendein Arbeitgeber gibt den Rahmen vor. Falls du noch nie in Thailand warst, recherchiere erst einmal gründlich vor Ort. Flieg ins Land deiner Träume und lerne Land und Leute ein wenig kennen.
Falls du dich in eine Insel oder in das Strandleben verliebt hast, bedenke, du wirst dort deinen Alltag verbringen! Das heißt nicht nur jeden Tag Sonne, Meer und Strand. Sondern auch, dass du tagtäglich von Touristenrestaurants, von aufgeblasenen Schwimmtieren vor den Geschäften, vom Duft diverser Sonnencremes sowie von halbnackten weißen, roten und tiefbrauen Astralkörpern umgeben bist. Muss man mögen und nicht jeder ist stark genug dafür.
Allein schon wegen der Infrastruktur sind Städte in der Nähe von Stränden gut geeignet, allen voran Hua Hin und Bangkok. Besonders wenn du mit Kind und Kegel anrückst. Auch Chiang Mai kann zu einem pulsierenden Lebensmittelpunkt werden. Hier dauert es halt nur ein Weilchen, bis du am Strand bist. Dafür ist Chiang Mai von einer atemberaubfenden Natur- und Berglandschaft umgeben, die du nach und nach erkunden kannst!
Sukhothai, Udon Thani, Hat Yai und Kanchanaburi sind relativ unentdeckte Perlen, mit guter Infrastruktur, die noch sehr authentisch sind. Sie entwickeln sich vielleicht erst in den nächsten Jahren als Anziehungspunkte für Expats und Digital Nomaden. Das sind also eher Orte für Leute mit Pioniergeist.


Kommentar schreiben