Der Motor heult auf, wenn sich die Straße in die erste der 1864 scharfen Kurven frisst. Die dünne, kühle Höhenluft in Nordthailand riecht nach Kiefernharz und dem Rauch offener Feuer aus den Tälern. Tiefe Schluchten reißen sich neben dem Asphalt auf, während Sie durch dichten Nebel auf die burmesische Grenze zusteuern. Diese 3- bis 4-tägigen Expeditionen verlangen Physis und Ausdauer. Sie belohnen Sie mit der ungeschönten, gewaltigen Härte der Berge um Chiang Mai und dem legendären Goldenen Dreieck.
Scharfe, schwarze Kalksteinriesen durchstoßen die Wolkendecke über Chiang Dao. Sie spüren die feuchte Kälte tief in den Knochen, während Sie sich mit einer flackernden Gaslampe in die pechschwarzen, endlosen Tropfsteinhöhlen vorarbeiten. Der muffige Geruch nach uraltem Gestein und Fledermaus-Guano hängt schwer in der stehenden Luft. Über unzählige Haarnadelkurven kämpfen Sie sich weiter in die rauen Höhenzüge. Ihre Hände umklammern das Lenkrad, während der Motor unaufhörlich aufheult. Erst spät am Nachmittag weicht der dichte, erdrückende Dschungel abrupt den weiten, offenen Ebenen des Tals von Pai, wo der kühle Abendwind die Hitze des Tages aus den Reisfeldern fegt.
Sie durchschreiten das eiserne Tor in die Vergangenheit, wo die dicken Ziegel der Chedis die Hitze des Tages ausstrahlen. Der Geruch nach feuchtem Lehm und brennendem Räucherwerk hängt schwer in der Luft. Diese Tour verbindet die raue Geografie des Nordens mit der archaischen Architektur versunkener Königreiche, weit entfernt von den gepflasterten Routen der Tagestouristen. Jeder Schritt über das glattpolierte Teakholz der alten Paläste lässt Sie die einstige Größe der nordthailändischen Reiche physisch nachempfinden.
1864 Kurven. Der Asphalt windet sich wie eine Peitsche durch das zerklüftete Hochland direkt an der burmesischen Grenze. Sie spüren den harten Temperatursturz in der Höhe und das Brennen in den Schultern nach endlosen Stunden auf der Straße. Rauer roter Staub klebt an Ihrer Kleidung, wenn Sie abends das völlig isolierte Mae Hong Son erreichen. Die Zivilisation fühlt sich hier Lichtjahre entfernt an. In den eisigen, frühen Morgenstunden hüllen dichte, nasse Nebelschwaden den Bergsee im Zentrum ein, während Sie schweigend zusehen, wie das tiefe Schlagen der Tempelglocken die völlige Stille zerschneidet.
Der feine, rote Staub trockener Bergpfade legt sich wie eine zweite Haut auf Ihr Gesicht, wenn Sie die massiven Bergketten von Chiang Dao hinter sich lassen. Weiter nördlich in Chiang Rai bricht das gleißende Weiß des «Wat Rong Khun» fast schmerzhaft im unbarmherzigen Sonnenlicht. Sie navigieren hart an die Ränder des berüchtigten Goldenen Dreiecks. Der gewaltige Mekong reißt hier dröhnend Tonnen von braunem Schlamm mit sich und verschluckt jeden anderen Laut am Ufer. In den kleinen Dörfern am Fluss schmeckt die Luft nach starkem, bitterem Tee und der dunklen Geschichte alter Schmuggelrouten.
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