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07

Mär

2014

Aranyaprathet – die Drehscheibe im Osten Thailands

Und wie man von Aranyaprathet nach Poipet gelangt - Visabeschaffung, Weitertransfer sowie nützliche Reisetipps.

Die leicht verrufene Grenzstadt des Königreiches Thailand im äußersten Osten der Provinz Sa Keo, ist nur ein Provinznest mit sehr überschaubarer Einwohnerzahl. Wäre da nicht der Romklua Grenzmarkt mit Kambodscha, würden sich nur wenige Reisende hierher verirren. Es gibt nur bedingt Übernachtungszimmer in Aranyaprathet, hier reisen fast alle nur durch auf Ihren Wegen zwischen den Ländern. Manch einer kam nur zum Zwecke der Wiedereinreise und begibt sich unverzüglich nach erhaltenem Pass-Stempel auf den Rückweg.

Aranyaprathet
Grenzübergang Aranyaprathet (Thailand) - Poipet (Kambodscha)

Verkehrswege von Bangkok nach Aranyaprathet

Aranyaprathet ist nur auf dem Landwege erreichbar und sehr gut an das Fernstraßensystem angebunden. Der Bahnhof markiert den östlichen Punkt des Schienensystems von Bangkok (Hua Lamphong) aus. Es verkehren in jeder Richtung zwei Personenzüge täglich, jeweils frühmorgens und mittags. Diese benötigen geschätzte fünf bis sechs Stunden für die Strecke und kosten nur 48 THB one-way. Reisebusse verkehren ab den bekannten Passagierterminals in Bangkok (ca. 200 THB/Strecke), sehr häufig verkehren die Busse ab Mor Chit (ca. 4,5 Stunden Fahrtzeit).


Schneller sind die Minivans ab Victory Monument oder Future Park (ca. 3 Stunden Fahrtzeit), sie gelten aber nicht unbedingt als sicher oder touristenfreundlich (230 THB, keine Koffermitnahme).

Sowohl der Bahnhof, als auch der Busterminal von Aranyaprathet, befinden sich mehrere km von der eigentlichen Grenze entfernt. Diese ist am Ostende des Romklua Marktes, des größten Grenzmarktes in Thailand. Ein Transport mit dem urigen Songtheauw-Bus kostet 15 THB, eine Fahrt mit dem TukTuk ungefähr 60 THB.

Problemsituationen für Reisende in Aranyaprathet

Der Ort ist nahezu berühmt für seine trickreichen Betrüger und Visagangster. Jedes „Hilfsangebot“ freundlicher Leute zu beschleunigten Visaverfahren oder anderen Hilfsleistungen, sollte in Ihrem Interesse bestimmt abgelehnt werden. Gefälschte Visa können zu Problemen und späteren Haftstrafen führen. Wer hier unvorbereitet ankommt, der wird gerne abgezockt. Das eVisa wird beim Grenzübertritt hier akzeptiert und natürlich auch jedes Visa der Botschaften oder Konsulate Kambodschas. Bauernfängerei ist das nicht hier, diese durchorganisierten Scams der Visabanden haben bereits Tradition.

Oftmals beginnen diese bereits in der Khao San Road Gegend, wo den dortigen Backpackern vermeintliche Billigtrips nach Angkor Wat (Siem Reap) oder Phnom Penh angeboten werden. Die oft betagteren Minibusse werden vollgestopft mit Passagieren und entlang der Strecke schon an Pausenstops auf speziell dafür hergerichteten Raststätten im Nirgendwo genötigt, überteuerte Snacks und Getränke zu konsumieren. Das spitzt sich dann beim letzten Aufenthalt noch vor der Grenze zu, wenn die Pässe für den angeblichen Visa-Blitzservice eingesammelt werden. Es werden unter anderem „Servicegebühren“ zusätzlich zu den Visakosten abverlangt.

Wie ist der Grenzübertritt anzugehen?

Aus Thailand kommend, dokumentieren Sie zunächst die Ausreise. Halten Sie hierzu neben dem Pass auch die Ihnen verbliebene Hälfte des Aus/Einreiseformulars ausgefüllt und unterschrieben parat. Vermeiden Sie unbedingt das auf der rechten Straßenseite noch vor der Grenze befindliche Kambodschanische Konsulat, nirgendwo in Thailand sind Schlepper dichter positioniert und aggressiver. Weil Sie in jedem Falle die zwischen den beiden Ländern liegende Brücke über die Müllhalde zu Fuß überqueren müssen, sollten Sie sich unverzüglich zum Visaschalter der Kambodschaner begeben. Den finden Sie direkt hinter dem Khmer-Torbogen auf der rechten Straßenseite. Den Einreisestempel bekommen Sie knapp 200 m weiter, noch vor dem Kreisverkehr. Wiedereinreisende kehren hier um und überqueren die Straße zum Ausreiseschalter.

So kommen Sie von Poipet aus weiter in das Inland:

Die heiße Schlepperzone beginnt exakt hier. Ab diesem Kreisverkehr (rechtsseitig), gibt es einen unregelmäßigen Gratisshuttle zum 7 km entfernten Busterminal. Das geschieht per Zubringerbus. Jeder Wartende wird hier angesprochen und ausgelotet, Taschendiebe warten auf Gelegenheiten und vermeintlich „freundliche“ Helfer sind generell Schlepper auf Opfersuche.

 

Wer keinen Weitertransport arrangiert hat, für den wird es nicht leicht. Irre Preisforderungen der Taxen und Sammeltaxen ab hier beinhalten die „Schleppergebühren“ und sind gepfeffert. Ihre Chancen betrogen zu werden, reduzieren sich erst am Busterminal etwas. Lassen Sie Ihr Gepäck aber auch dort nie unbeaufsichtigt. Tickets der Linienbusgesellschaften kauft man nur bei den Schaltern der Gesellschaften selbst, niemals bei Poipet Traveloffices oder „Informationsschaltern“.

Poipet, Kambodscha
Poipet, Kambodscha


Aufgrund eines technischen Fehlers im Programmcode, wurde der erste sowie der zweite Kommentar von PETER KOCH (Facebook) zu diesem Artikel nachträglich als Text 1:1 hinzugefügt.

Peter Koch schrieb: (1)

Wann sind denn Sie das letzte Mal in Aranyaprathet, oder an der Grenze aufgetaucht? Geschaetzte fuenf, gefuehlte zehn Jahre?
Alleine rund um den Busbahnhof hat es 5 Hotels/Guesthouses. Im Ort nochmals ueber ein Dutzend, Auf den 5Km zur Grenze links 12 Unterkuenfte, rechts deren 8. An der Grenze nochmals fuenf Hotels, und das nicht erst seit Gestern.
Dieses Provinznest hat mehrere sehr gute Restaurants (auch fuer Farangs) mit moderaten Preisen, diverse Pubs mit guter Live-Musik und einen schoenen 4qkm grossen Park mit See und Pavillons um den Sonnenuntergang zu geniessen.
Immer mehr Auslaender machen aus diesem Grund einen mehrtaegigen Stopover. Auch hat hinter dem groessten Grenzmarkt Thailands ein weiterer Markt (teils klimatisiert) eroeffnet. Wer sich entsprechend benimmt und vorbereitet kauft hier 30-50% guenstiger ein, als in den Touri -und Abzockerparadiesen.
Was die kambodschanische Seite angeht; kein objektiver Kommentar meinerseits moeglich, da ich dort durchwegs mit Einheimischen zusammen bin.
Die Gefahr beklaut zu werden ist in Aran gleich 0, an der Grenze kleiner als z.B. in BKK, Pattaya, Frankfurt, Hamburg, London, New York, Paris und Zuerich.
Seit sieben Jahren bin ich Einwohner dieser Stadt und "freue" mich immer wieder ueber Laesterartikel zum Zwecke der Effekthascherei und Klischeehuldigung von unwissenden "Ratgebern".
Dann kann ich naemlich aus Erfahrung dem geneigten Leser eine Reise nach Aranyaprathet waermstens empfehlen.

Peter Koch schrieb: (2)

Michael Schaller Die Busse, egal ob gross oder klein, fahren alle bis zur Grenze durch. Besser und direkter gehts nimmer. "Grenzgaenger"; ist das doppelsinnig zu verstehen? Bierbars und agogo sucht man hier vergebens. Fuer Grenzerfahrungen empfehle ich daher Massagesalons, Karaokes und Poipet ennet der Border. Wer gemuetliche Unterhaltung sucht, findet die bis 02.00 Uhr en masse im Umkreis von 200 mtr des Busbahnhofes. Das "Fushion" - Pub befindet sich sogar am Platz. TukTuks und Biketaxis sind am BusBhf waehrend 24 Std zu haben. Ausserdem ist Aranyaprathet ein idealer Ausgangspunkt fuer Tagesausfluege in den Tappraya-Nationalpark (70Km), PangSida-Nationalpark (40Km), Soi Dao-Nationalpark, und nicht zuletzt den Kao Yai-Nationalpark (100Km).
Wer nuechtern ist und die Augen offen haelt, der findet hier Alles was das Herz begehrt. Wie gesagt; ein stopover ohne Stress ist Aranyaprathet immer wert.

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