Thai Boxen: Dein ultimativer Fitness-Booster im Urlaub
In Thailand warten viele geniale Erlebnisse jenseits von Besichtigungen, Restaurantbesuchen und Sonnenbrand auf dich. In bester Atmosphäre und ohne Druck sammelst du hier Fähigkeiten und Erfahrungen, von denen du ein Leben lang profitieren wirst. Neben Koch-, Meditations- und Massagekursen zählt ein Retreat in einem der Muay Thai Boxcamps in Thailand wohl zu den intensivsten Schulungserlebnissen, an denen du teilnehmen kannst.
Muay Thai in Kürze erklärt
Muay Thai (มวยไทย, มวย = kämpfen, boxen) ist eine traditionelle thailändische Kampfsportart. Heute ist Muay Thai in Thailand sowohl ein moderner Wettkampfsport als auch eine beliebte Fitnessdisziplin. Ähnlich wie Boxen in der westlichen Welt.
Muay Thai wird gern als "die Kunst der acht Gliedmaßen" bezeichnet. Faust und Fuß, Ellbogen und Knie. Nimm das mal zwei schon ergibt das die acht Gliedmaßen, die beim Kampf zum Einsatz kommen. Insgesamt geht es dabei kraftvoll, schnell, fokussiert und technisch zu. Muay Thai unterscheidet sich von vielen anderen Kampfsportarten durch seine Vielfalt an erlaubten Angriffsflächen und -techniken. Hier ein erster Überblick:
- Fäuste (Chok): gerade Schläge, Haken, Aufwärtshaken, ähnlich wie beim Boxen
- Ellbogen (Sok): horizontal, diagonal oder von oben geführt; das kann gefährlich werden
- Knie (Khao): Knie wird aus dem Stand, im Sprung oder im Clinch (Nahkampfgriff) eingesetzt
- Tritte (Te): Rundtritte gegen Oberschenkel, Rumpf oder Kopf, Push-Kicks zur Distanzkontrolle, Sprungtritte
- Clinch (Chap Ko): eine Nahkampftechnik, bei der man den Gegner festhält, kontrolliert und mit Knien oder Würfen bearbeitet
- Blocks & Ausweichbewegungen (Pong/ Tap): Verteidigung mit Beinen, Armen, Hüften oder dem ganzen Körper
Thailändische Tradition im Ring
Die Wurzeln dieser traditionellen Kampfsportart reichen zurück bis ins Königreich Sukhothai. Wenn keine Waffen greifbar waren, verteidigten sich die Krieger im Nahkampf mit Händen und Füßen (und Knien und Ellenbogen). Im Laufe der Zeit wurde diese Kampfkunst immer mehr ritualisiert und verfeinert. Hinzukam das eindrucksvolle tänzerische Ritual "Wai Khru RamMuay" zum Aufwärmen der Muskeln sowie zur Ehrerbietung der Ahnen, dem König und dem Lehrer gegenüber.
Bis heute ist Muay Thai eng mit der thailändischen Identität und Spiritualität verbunden. Die Kämpfer erhalten einen buddhistischen Segen, traditionelle Tätowierungen dienen ihnen als Schutz. Das sind sogenannte Sak Yant Tattoos, die es in über hundert Variationen gibt. Sak steht für tätowieren und Yant für eine heilige geometrische Figur oder Mantra. Bestimmt hast du diese eindrucksvollen Tattoos schon auf den Rücken einiger Thais gesehen. Sie nennen sich fünf Reihen, neun Gipfel oder zwei Tiger und jedes Bild hat einen besonderen mystischen Hintergrund, der dem Träger Schutz vor Gefahren und tödlichen Unfällen verspricht.
Warum eine Muay-Thai-Kurs Teilnahme eine gute Idee ist
Das Abenteuer Muay Thai hat richtig viel zu bieten! Es ist zunächst einmal ganz sicher ein super Workout und zwar für Muskelaufbau und Ausdauer gleichermaßen. On Top lernst du Leute aus aller Welt kennen, tauchst in die thailändische Kultur ein, lernst, dich selbst zu verteidigen, baust Stress ab, stärkst deine Haltung und dein Selbstbewusstsein.
Ein paar Tipps für Anfänger
Du entscheidest, wie tief du einsteigen möchtest, in eine Mischung aus Disziplin, Ritual und körperlicher Herausforderung. Angeboten werden viele Variationen, von einzelnen Trainingsstunden, über Schnupperkurse bis hin zu mehrtägigen/ -wöchigen Trainingslagern mit Vollverpflegung. Eine gute Auswahl an beliebten Muay Thai-Camps für Touristen findest du vor allem in Bangkok, Chiang Mai, Phuket und auf Koh Samui.
- achte darauf, dass das ausgewählte Muay-Thai-Gym auch für Touristen und Einsteiger geeignet ist, dass es mehrsprachige Trainier gibt
- in vielen Camps kannst du dir die nötige Ausrüstung leihen; ansonsten bring leichte Sportbekleidung (Shorts, atmungsaktive T-Shirts) mit
- eigene Handschuhe sind bei längerem Aufenthalt sinnvoll.
- Bandagen zum Schutz der Handgelenke
- Flip-Flops für die Wege um die Matte herum; die Matte selbst nur barfuß betreten
- das Übliche: Wasser und Mückenrepellent nicht vergessen
- wichtig ist respektvolles Benehmen: sei freundlich, pünktlich und störe niemanden beim Training
- am Ende des Trainings ein respektvoller Wai (Hände vor der Brust zusammenlegen, Kopf leicht neigen)
- und: nicht übertreiben! Ein allzu starker Muskelkater kann dir die nächsten Tage ganz schön vermiesen
Na, ist der Muay Thai Funke auf dich übergesprungen?
Wenn der kurze Einblick dein Interesse an dieser außergewöhnliche Erfahrung geweckt hat, dann leg los! Beginn mit einer Probestunde oder einem Einführungsseminar übers Wochenende. Vielleicht gut zu wissen: Die meisten Angebote für Touristen sind an Menschen gerichtet, die nicht ins Sparring oder in den Ring wollen. Der Zweikampf findet wenn, dann nur bei den Fortgeschrittenen Trainings statt und immer auf freiwilliger Basis. Das Training konzentriert sich in der Regel auf die Technik (Schläge, Tritte, Bewegungsabläufe), auf Kondition und Koordination, Sandsackarbeit, Pratzentraining mit Trainern, Dehnung und Mobilisation sowie Stärkung von Körper und Geist.

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