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Tag 1 des “Bangkok Shutdowns”

Keine besonderen Vorkommnisse

Bangkok 13.01.2014
Strassenverkehr in Bangkok wurde empfindlich gestört.

Bangkok. 13. Januar 2014. 23:59 Uhr Ortszeit. Der groß angekündigte Tag der Lahmlegung der Hauptstadt erfolgte ohne unvorhergesehene Ereignisse. Der Straßenverkehr in Bangkok wurde durch Protestler empfindlich gestört und es gab vereinzelte Ausbrüche von Gewaltakten an manchen Straßensperren. Die Polizei hielt sich an Vereinbarungen und wird mit Argusaugen vom Militär des Staates dabei beobachtet. Menschenmassen in großer Anzahl sorgten für Fernsehbilder, welche global von den Newsmedien gezeigt werden.

Erstmals zeigt sich die Premierministerin verhandlungsbereit, was den Tag der Neuwahlen angeht. Kaum jemand glaubt noch an die angekündigte Wahl vom 2. Februar. Selbst die vom Senat eingesetzte Wahlkommission, hat sich gegen den frühen Wahltermin geäußert.

Aus Insiderkreisen sickerte der 4. Mai als akzeptabler Wahltermin durch. Eine erste Verhandlungsrunde der in die Enge getriebenen Shinawatra-Regierung mit den provisorischen Ministern ist für Übermorgen, den 15. Januar geplant. Die Demonstrationsbühnen ähneln übergroßen Aufläufen mit Volksfestcharakter, drei Standorte dieses Volksaufstandes werden als besonders brisant deklariert.

Wo Gefahren von Gewalteskalationen drohen

Am Victory Monument und an der Chaeng Watthana Straße, sowie der Lad Phrao Kreuzung kocht die Volksseele. Hier rechnen Strategen der Ordnungshüter mit einer übergroßen Gefahr der Eskalationen. In ganz Bangkok ist Ausländern empfohlen, jegliche Menschenansammlungen möglichst zu vermeiden. Die Innenstadt ruhte wie an einem Urlaubstag.

Was fordern die Protestler nun?

Den Rücktritt der Yingluck Shinawatra als provisorische Premierministerin und die Übergabe der Staatsgewalt an eine unabhängige Kommission bis zu den Neuwahlen. Eine Reform der Wahlvorgänge scheint bitter nötig zu sein, bis zum 4. Mai könnten solche Reformen realisiert werden. Yingluck zeigte sich bis zum heutigen Tage in dieser Hinsicht nicht bereit, von ihrem Amt oder dem Wahltermin in drei Wochen abzuweichen.

Was ist von den Streitkräften zu befürchten?

Von diesen droht keine Eskalationsgefahr, sie sehen sich als Puffer zwischen den Protestlern und der Polizei. Gewaltausbrüche der Vergangenheit sollen vermieden werden und die Armeeführung lehnt jede Gewalt gegen friedliche Bürger strikt ab.

Was für Besucher und Touristen wichtig sein könnte

Der Flugverkehr von und nach Bangkok verläuft weiterhin relativ ungestört. Züge fahren und außerhalb Bangkoks ist von den Unruhen weiterhin nichts zu spüren. Die Kommunikationszentrale des Flugfunks ist ein wunder Punkt, hier läuft jede Kommunikation der Lotsen zu den Piloten ab. Die Zentrale ist besonders gesichert, aber hier kann sich auch eine Schwachstelle des Systems auftun. Derzeit deutet jedoch nichts drauf direkt hin.

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