Cholera Risiko in Thailand

Alles zur Cholera und dessen Schutzimpfung für den Thailandurlaub 

In Thailand kommt es gelegentlich zu Ausbrüchen von Cholera, jedoch nur in Gebieten, in denen besonders schlechte hygienische Zustände herrschen. Die größeren Städte sind mit adäquaten Abwassersystemen ausgestattet, so dass dort kaum ein Risiko besteht, mit kontaminiertem Wasser in Berührung zu kommen. Die meisten touristischen Destinationen gelten als weitgehend sicher. Nur wer vorhat, sich in sehr abgelegene Regionen mit schlechter Infrastruktur begibt, sollte über eine Impfung gegen Cholera nachdenken, bevor er nach Thailand aufbricht. Es ist stets ratsam, darauf zu achten, dass man sauberes (verschlossenes) Trinkwasser in Thailand zu sich nimmt und Lebensmittel nur dort konsumiert, wo die hygienischen Vorschriften eingehalten werden. Ganz auszuschließen ist das Risiko einer Ansteckung natürlich nie. 

Cholera-Vibrionen
Cholera-Vibrionen

Der Erreger der Cholera und die Inkubationszeit

Der Erreger der Cholera sind sogenannte Cholera-Vibrionen, von denen es mehrere Typen gibt. Die Inkubationszeit liegt normalerweise zwischen einem und drei Tagen, kann aber auch bis zu zehn Tagen betragen. Sie hängt mit der Menge an Erregern zusammen, denen ein Patient ausgesetzt war. 

Übertragung der Cholera

Die Übertragung der Cholera erfolgt den Kontakt mit Fäkalien, in denen sich Cholera-Erreger befinden. In der Regel entsteht dieser Kontakt durch kontaminiertes Wasser. Das Risiko, sich mit Cholera anzustecken ist überall dort gegeben, wo Menschen oder deren Nahrung in Kontakt mit Abwässern kommen. 

Verbreitung der Cholera

Der Cholera-Erreger ist in Afrika und Asien weit verbreitet. 1991 trat er erstmals auch in Süd- beziehungsweise Mittelamerika auf. Es kommt in diesen Regionen immer wieder zu epidemischen Ausbrüchen, die stets in Zusammenhang mit schlechten hygienischen Zuständen stehen. Die Epidemien sind selbst in den Risikogebieten kaum vorhersagbar. Überall dort, wo Abwässer nur unzureichend entsorgt werden, besteht zum Beispiel nach starkem Regen das Risiko, dass sich die Cholera-Erreger in einem größeren Rahmen ausbreiten. Ein hohes Risiko besteht in dicht besiedelten Armutsvierteln mit schlechter Ver- und Entsorgungsinfrastruktur. In Krisengebieten zum Beispiel in Flüchtlingscamps kommt es immer wieder zu Ausbrüchen, die dann schnell um sich greifen. Ein erhöhtes Risiko, mit dem Cholera-Erreger in Berührung zu kommen, besteht in Indien und Nepal sowie in den tropischen Gebieten Afrikas. Auch in Myanmar und Laos sind in den vergangenen Jahren Epidemien gemeldet worden. Touristen kommen in den seltensten Fällen mit dem Erreger in Verbindung.

Trotzdem kommt es hin und wieder vor, dass sich ein Urlauber in den Risikogebieten mit Cholera infiziert. In den meisten Fällen betreffen die Cholera-Epidemien jedoch die armen Bevölkerungsschichten. Genaue Zahlen über die Verbreitung und die Opfer der Cholera sind nur unzureichend vorhanden, weil die betroffenen Länder und Regionen oft keine genauen Statistiken erstellen. 

Krankheitsverlauf und Symptome bei Cholera

Bei Cholera wird zwischen einem gutartigen und einem klassischen Verlauf unterschieden. Bei einem gutartigen Verlauf klagt der Patient zunächst über Krämpfe im Bauch und über flüssigen Durchfall, bei dem etwa ein Liter Flüssigkeit am Tag verloren geht. Oft wird bei einem gutartigen Verlauf keine eindeutige Diagnose gestellt, da sich die Cholera in dieser Form nicht sehr von anderen Durchfallerkrankungen unterscheidet und in der Regel innerhalb von zwei bis fünf Tagen wieder abklingt. Beim der klassischen Verlaufsform von Cholera sind die Durchfälle deutlich stärker. Diese massiven heftigen Durchfälle werden am Anfang der Erkrankung auch von Erbrechen begleitet. Die Heftigkeit der Durchfälle führt dazu, dass der Patient mit jeder verstreichenden Stunde bis zu einem halben Liter Flüssigkeit verliert, was ihn schnell schwächt und dehydriert. Mit dem Flüssigkeitsverlust geht ein steigender Mangel an Mineralien einher. Bereits nach wenigen Stunden bemerkt der Patient trockene Schleimhäute, einen Abfall des Blutdrucks und der Pulsfrequenz sowie Unterkühlung. Beim schweren Verlauf der Cholera kommt es ohne Behandlung innerhalb von ein bis zwei Tagen zu Schockzuständen und dem Versagen der Nieren. Die Sterblichkeitsrate liegt bei 50%, wobei vor allem ältere Menschen und Kinder ein hohes Risiko haben. 

Behandlung der Cholera

Cholera-Erreger können im Stuhl nachgewiesen werden. Wenn ein Patient über die typischen Beschwerden klagt, kann ein Test auf Cholera-Erreger durchgeführt werden und so innerhalb kurzer Zeit eine eindeutige Diagnose gestellt werden. Die Behandlung der Cholera beginnt zunächst damit, dass die Dehydrierung und der Elektrolytmangel durch die Gabe von Flüssigkeit und Elektrolyten bekämpft werden. Am einfachsten ist dies mittels Infusionen möglich; bei leichten Fällen können auch Elektrolytlösungen zum Trinken helfen. Auf diese Weise werden Nierenversagen und andere Komplikationen verhindert. Der starke Durchfall, der eines der Hauptsymptome von Cholera ist und der durch Toxine im Dünndarm ausgelöst wird, kann mit der Verabreichung eines Antibiotikums behandelt werden. Das Antibiotikum tötet allerdings nur die Bakterien ab, die das Toxin ausschütten. Es wirkt nicht gegen das Toxin direkt. 

Cholera Thailand
Cholera Schutzimpfung für den Thailand Urlaub

Risikominimierung und Impfung Cholera

Die beste und einzige Maßnahme zur Vorbeugung einer Cholera-Erkrankung ist das konsequente Einhalten von hygienischen Vorschriften, wie sie für Menschen aus Westeuropa selbstverständlich sind. Der Bau von Kläranlagen, Trinkwasserfilteranlagen und Abwasserkanalsystemen kann ganze Städte nachhaltig zu cholerafreien Gebieten machen. Es ist wichtig, dass Lebensmittel unter hygienisch einwandfreien Bedingungen gelagert und zubereitet werden. Es gibt Impfstoffe gegen Cholera, die in Form einer Spritze verabreicht werden. Als Tourist kann man sich also gegen Cholera impfen lassen. Die Impfung verhindert jedoch nicht, dass der Infizierte die Erreger mit seinem Stuhl ausscheidet. Selbst die Impfung von Menschen in den Risikogebieten kann also die Verbreitung der Krankheit nicht eindämmen. Die Schluckimpfung gegen Cholera ist etwas wirkungsvoller. Am wichtigsten und effizientesten ist jedoch die Verbesserung der Hygiene in den Risikogebieten.

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