Mi

19

Mär

2014

Das Goldene Dreieck

Wo sich Laos, Thailand und Myanmar treffen

Auch wenn sich der Name dieser Region geheimnisvoll und aufregend anhört, ist die Realität und Geschichte dahinter nicht annähernd so prunkvoll. Das Goldene Dreieck ist geografisch der Punkt, an dem der Fluss Mae Sai (Ruak) in den Mekong mündet und die drei Länder Laos, Thailand und Myanmar aufeinandertreffen.

Bekannt - und berüchtigt - wurde die Region vor allem durch den Anbau von Schlafmohn und den Handel mit Heroin sowie Opium in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts, auch wenn der Name "Goldenes Dreieck" offiziell erst Anfang der Siebziger fiel.

Das Goldene Dreieck
Das Goldene Dreieck (Thailand)

Turbulente Vergangenheit

Der erste Schlafmohn, der für die Produktion von Opium und Heroin genutzt wird, wurde von chinesischen Einwanderern mitgebracht. Schon bald hatte sich Opium bei den Bergvölkern als beliebtes und allgemein akzeptiertes Genussmittel weit verbreitet und fand besonders bei älteren Generationen großen Anklang. Die Einwanderer bauten den Schlafmohn auch mit dem Plan an, Handel mit China zu betreiben, der auch bald darauf in großem Umfang stattfand. Mit der Kolonialisierung Indochinas durch Frankreich kam allerdings ein zweiter starker Handelspartner hinzu und schon bald war die Region einer der Hauptlieferanten für Opium.

In den Fünfziger Jahren kam ein weiterer Faktor hinzu, der das Geschäft mit den Drogen ankurbelte. Im Iran und in China, beides scharfe Konkurrenten im Opiumanbau, wurde der Schlafmohnanbau durch die Regierungen stark unterdrückt und die Nachfrage im Goldenen Dreieck stieg schlagartig an.

CIA

Mit dem Vietnamkrieg erreichte der Drogenhandel wohl seinen Höhepunkt - nicht nur, weil die Nachfrage im Westen stetig stieg, sondern auch dadurch, dass die CIA verbündete Armeen finanzierte und zum Ausbau der Drogengrundstoffe aktiv beitrug. In dieser Zeit wurde auch der Name erstmals schriftlich verwendet - ausgerechnet von einem amerikanischen Beamten.


Angeblich bezieht sich der Name darauf, dass das Opium früher nur mit Gold bezahlt wurde - und der Region "goldene Zeiten" versprach. Jahrzehntelang galt das Goldene Dreieck als weltweiter Hauptlieferant für Opium - bis es von Afghanistan, dem "Goldenen Halbmond", auf den zweiten Platz gedrängt wurde.

Der Kampf gegen die Drogen

Mit der Zeit sahen sich die Regierungen von Thailand, Laos und Myanmar gezwungen, gegen den immer gefährlicher werdenden Drogenanbau im Goldenen Dreieck anzugehen - mit teils sehr unterschiedlichen Ansätzen und Erfolgen. Thailand stellte den Anbau (und vor allem auch den Handel) unter hohe Strafen. Doch damit nicht genug, die thailändische Regierung bot den Bewohnern der Region auch Alternativen.

So wurde im äußersten Norden Thailands in den Tourismus investiert. Naturbegeisterte Touristen sollten sich hier auf Trekking- und Mountainbiketouren begeben oder die hergestellten Produkte, meist aus dem Kunsthandwerk stammend, erwerben.

Länderkarte vom Goldenen Dreieck
Länderkarte vom Goldenen Dreieck

Doch dies war nicht alles. Die thailändische Regierung schuf Ersatzanbaugebiete, in welchen Tee und Kaffee angebaut und von der Regierung gefördert wurden, um den Bewohnern eine Alternative zum Schlafmohnanbau zu bieten. Auch wenn die thailändische Königsfamilie heute stolz behauptet, den Kampf gegen die Drogen gewonnen zu haben, so konnte sie den Anbau von Schlafmohn nicht vollständig ausrotten. Doch durch den Bau von zahlreichen neuen Straßen und Flughäfen wird eine Kontrolle durch Polizei und Militär immer effektiver.

Auch Laos versucht, dem Drogenanbau Herr zu werden und setzt auf Tourismus, der in dem von geschichtlichen Turbulenzen geschüttelten Land nur langsam erblüht. Aber mit Orten wie zum Beispiel Luang Prabang und zahlreichen buddhistischen Tempeln und Wats - und der Öffnung des Militärs gen Westen - zeigen sich auch hier Alternativen auf. Deshalb hat die laotische Regierung mit dem Versuch Besucher aus Thailand und Myanmar anzulocken eine besondere "Special Economic Zone" ausgerufen. Diese stellt sich jedoch unter dem Strich als ein nicht besonders einladendes Casino heraus - zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Weitere Projekte, um die Gegend attraktiver für Touristen zu gestalten, seien laut der laotischen Regierung bereits in Planung.

Schlafmohn (Papaver somniferum)
Schlafmohn (Papaver somniferum)

Mit der Eindämmung des Schlafmohnanbaus in Thailand und Laos blieb Myanmar als Hauptdrogenproduzent im Goldenen Dreieck übrig. Hier ist es auch heute noch durchaus üblich, Bewohner mit der obligatorischen Opiumpfeife im Mundwinkel zu treffen. Doch auch Myanmar setzt - neben dem Anbau und Handel mit Opium - auf reiche Besucher aus Thailand. Direkt hinter der Grenze locken zahlreiche Märkte sowohl mit Kleidung und Souvenir für westliche Touristen als auch mit Lebensmitteln für Thailänder, da die Preise nochmals günstiger als im eigenen Land sind.

Nach Afghanistan gilt Myanmar nun als zweitgrößter Opiumlieferant der Welt - und die Regierung versucht nur mit wenig Erfolg und halbherzig gegen den Handel vorzugehen.


Tourismus - Eine Tour ins Goldene Dreieck

Goldenes Dreieck (Aussichtspunkt in Sop Ruak)
Einer der Aussichtspunkte (Sop Ruak) auf das Goldene Dreieck in Thailand.

Wahrscheinlich jeder Südostasien-Urlauber kennt das berühmte Schild "The Golden Triangle" mit Blick über das Dreiländereck auf thailändischer Seite. Über dem kleinen Dörfchen Sop Ruak liegt dieses beliebte Ausflugsziel - nicht umsonst ist das Schild eines der am meisten fotografiertesten Motive aus Thailands Norden. Auf der thailändischen Seite gibt es zahlreiche Trekking- und Mountainbikestrecken, die dank der starken Gefälle allerdings viel von einem abverlangen.

Auch ein Besuch in den beiden Grenzstädten Mae Salong und Mae Sai sollte auf dem Programm stehen, wenn man einen Trip ins Goldene Dreieck plant. Die Region wird auch in Zukunft an Bedeutung weiter gewinnen, wenn touristische Attraktionen ausgebaut werden, um dem Drogenhandel endgültig Einhalt zu gebieten.

Ausflugstipp: ‚House of Opium Museum‘ in Sop Ruak

Das Museum ‚House of Opium‘ befindet sich in Sop Ruak, unweit eines schönen Aussichtspunktes auf das Länderdreieck von Thailand, Myanmar und Laos. Sie erhalten bei einem Besuch zahlreiche Informationen über die Geschichte der Region, als dort der Anbau von Schlafmohn und der Handel von Opium den Alltag der Bevölkerung bestimmten. Überwiegend sind im Museum Antiquitäten ausgestellt – in den Glasvitrinen sehen Sie Gewichte und Waagen der Drogenhändler sowie Opiumpfeifen aller Art. Des Weiteren wird anhand von Photographien und Gemälden die Kultur Nordthailands mit den zahlreichen Bergvölker – wie etwa den Karen oder Hmong - dargestellt. Direkt neben dem Eingang befindet sich noch ein gut gefüllter Souvenirladen mit allen erdenklichen Waren zum Thema Opium.


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