Mo

24

Feb

2014

Russen in Thailand - Verständnis und dessen Grenzen

Verwaschene Feindbilder verlieren Konturen - wodkaselige Osteuropäer in Horden kollidieren mit westeuropäischen Schunkelbrigaden.

Russen in Thailand - Russische Urlaubsgäste
Nasdrowje gegen Prosit und Cheers! Clash der Urlaubsideologien in Siam. "Russische Urlaubsgäste benehmen sich teils wie aus dem Zuchthaus Entlaufene."

Die Sozialistischen Sowjetrepubliken beendeten mit dem Kollaps der UdSSR 1991 ihre Union und Staatengemeinschaft hinter dem „eisernen Vorhang“. Die kommunistische Unterdrückungspolitik fand ein jähes Ende oder wurde von den Nachfolgestaaten weiter praktiziert. Für die vielen Menschen dort gab es folglich erstmals so etwas wie „Reisefreiheit“ und die Bürger verbanden den Begriff Urlaub nicht mehr mit Skilanglauf in Sibirien oder dem Wochendhäuschen außerhalb der Städte im Grünen. Die aufkeimende Touristik bescherte den betuchteren, ehemaligen UdSSR Bürgern Urlaubsoptionen in gänzlich fremden Ländern. Ein absolutes Novum für die Bevölkerung. Von Außenstehenden werden alle ehemaligen Sowjetbürger nun als Russen bezeichnet, gegen diese Verallgemeinerung wehren sich Ukrainer, Georgier, Kasachen und Turkmenen sowie alle Bürger der Nachfolgestaaten bisher aber vergeblich. Wenn Ihre Thailand-Spezialisten also im Folgetext den Begriff „Russen“ gebrauchen, dann können das somit auch Einwohner der Folgestaaten sein. Die überwiegende Menge davon pflegt ein kyrillisches Alphabet oder benutzt Russisch als Amts- oder Umgangssprache.

Nach vielen Jahrzehnten der Isolierung von der freien Welt, herrscht dort ein großer Bedarf nach Urlaubsreisen und Reiseerlebnissen. Die Bürger sind oftmals bereit, sich dafür zu verschulden oder geben einen großen Teil des frei verfügbaren Einkommens für Reisen aus. „Einmal über den Tellerrand zu gucken“ war früher nicht statthaft und nur den wenigsten Politfunktionären vorbehalten. Clevere Touristikunternehmer nahmen sich der Sache um das Millennium herum an und verfrachteten fortan Millionen an Russen an die Urlaubsstrände der Welt.

Nicht jeder davon wurde an Thailands Gestade gespült, aber deren Ankunftszahlen wurden immer beachtlicher für die Tourismusbehörden des Königreiches. Mittlerweile kommen mehr russische Touristen pro Jahr in Thailand an, als Britische und Deutsche (die ehemals führenden Statistiknationalitäten) zusammengerechnet. Bis 2009 kamen mindestens doppelt so viele Deutsche nach Thailand, wie Russen. Nicht dass die Ankunftszahlen aus Deutschland rückläufig gewesen wären, aber die Ankunftszahlen der Russen sind förmlich explodiert. Sie trugen wesentlich zum Touristenboom in Thailand der Jahre ab 2010 bei.

Überall „Kyrillische Schrift“, muss das denn sein?

Kyrillische Schrift in Thailand
Kyrillische Schrift (Pattaya)

Nunja, die Russen sind als konsumfreudige Urlaubsgäste bekannt. Ihre Zahl steigt exorbitant und Russen sprechen nur selten eine andere Sprache, oder können andere Alphabete entziffern. In Anbetracht des möglichen Umsatzes, haben selbst die urgermanischen Restaurantbesitzer in Pattaya, auf Koh Samui oder auf Phuket den Trend der Zeit wahrgenommen und in russischspachige Menüs und Beschilderungen umgesetzt.


Was an den Russen manchem unangenehm aufstößt:

Sie sind nicht gerade sehr unauffällig uns auch nicht gerade als Leisetreter bekannt. Alkoholgenuß schon am frühen Morgen gehört bei vielen zum Urlaubsprogramm. Sie treten auch gerne in Gruppen auf und machen gelegentlich Radau. Ein unzufriedener Russe bölkt sehr schnell herum und macht seinen Unmut öffentlich bekannt. Nur selten sind Russen auf die besonderen Umgangsformen in Thailand vor dem Reiseantritt aufmerksam gemacht worden. Das führt schnell zu Frustration und Unzufriedenheiten, ist aber oftmals nur durch kommunikative Missverständnisse bedingt. Russen feiern gerne und gehören überhaupt zu den Ethnien mit ausgeprägten Sozialgefüge. Sie laden gerne andere zum Umtrunk ein, werden aber schnell an sie Grenzen ihrer Kommunikationsfähigkeit erinnert. Nur ein sehr kleiner Prozentsatz der russischen Urlaubsgäste beherrscht weitere Sprachen.

Warum Thailand bei Russen so beliebt ist:

Billiger Alkohol und eine derzeitige Parität des Rubels mit dem Thai Baht, verhalfen dem Königreich Thailand zu einem exzellenten Ruf bei den Russen. Hinzu kommen sicherlich preiswerte Verpflegung und Unterkünfte mit ungewohntem Luxus und einfache Einreiseformalitäten.

Russen bekommen einen für 30 Tage gültigen Visa-Waiver Passstempel bei der Einreise. Thailand ist auch deshalb sehr beliebt bei den Russen, weil dort recht intensiv für das Land als Reiseziel geworben wird. Laut der ATOR (Association of Tour Operators of Russia), ist Thailand das beliebteste Fernreiseziel russischer Winterurlauber. Deren größte Agentur (Pegas Touristik) bewältigt rund 60 % davon und verfrachtet seine Kunden überwiegend direkt per assoziierter Airline (Transaero) mit durchschnittlich über 15 Jahre altem Fluggerät organisiert dorthin. Jeder Schritt wird vorgeplant und die Aufenthaltsdauern der Russen sind meist nur kurz an einem Ort.

Gibt es so genannte „Russenhochburgen“ in Thailand?

Ja sicher, dazu zählen alle leicht von Airports erreichbaren Badestrände und Festlandsregionen an der Küste. Sehr beliebt bei den Russen sind in Pattaya die Stadtteile Naklua (ehem. Deutschenhochburg) und Jomtien Beach. Auf Koh Samui steht Lamai ganz im Zeichen kyrillischer Schriftzeichen und trinkfester Beachlover mit Großgebinden an Alkoholika unter der Strandliege. In Phuket verteilen diese sich nun auf der ganzen Insel, eindeutige Schwerpunkte sind aber in Teilen Patongs und in Kata/Karon auszumachen. Sehr wenige Russen begeben sich allerdings in den Norden oder das Landesinnere.

Uns interessieren nun vor allem die Meinungen anderer Urlaubsgäste und die, der in Thailand Lebenden. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
(Wir sind uns alle darüber bewusst, dass dies ein heikles und aktuelles Thema ist – bitten jedoch auf Kraftausdrücke und Polemik im Kommentarbereich zu verzichten :))



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